TOP 5 Fehler im Lebenslauf

Fehler im Lebenslauf: Das sind die 5 häufigsten Fehler im Lebenslauf

Beim Schreiben eines Lebenslaufes werden häufig ungewollt und unterbewusst Fehler gemacht. Für Bewerber meist nur trivial, für Personaler gegebenenfalls das K.O.-Kriterium. In diesem Beitrag werden fünf der häufigsten Fehler beim Schreiben eines Lebenslaufes aufgedeckt.

Erwägen

1. Lebenslauf ist zu lang

Einer der größten Fehler, welcher beim Schreiben des Lebenslaufes passiert, ist dass der Lebenslauf zu viele Seiten umfasst und somit zu lang wird.

 

Lange Lebensläufe werden meist gar nicht bis zum Ende angeschaut, da ein Personaler gar nicht die Zeit dafür hat. In der Praxis nimmt sich ein Personaler ca. 2 Minuten Zeit um eine gesamte Bewerbung zu sichten. Zu einer Bewerbung gehört jedoch nicht nur der Lebenslauf, sondern auch das Anschreiben, Deckblatt, Zeugnisse und andere Referenzen.

Wie lange sollte ein Lebenslauf maximal sein?

Ein Lebenslauf sollte nicht kürzer als eine Seite, aber nicht länger als zwei Seiten sein. Wenn der Lebenslauf kürzer als eine Seite sein sollte, dann empfiehlt es sich diesen auszuschmücken, sodass dieser ca. eine Seite lang wird. Beispielsweise könnte freiwilliges Engagement oder für den Beruf relevante Praktika ergänzt werden.

 

Wenn der Lebenslauf mehr als zwei Seiten in Anspruch nimmt, muss dieser gekürzt werden indem irrelevante Dinge wie beispielsweise berufsfremde Praktika entfernt werden. Der Lebenslauf sollte dabei trotzdem was berufliche Stationen betrifft lückenlos bleiben.

2. Falsche Angabe der Hobbys im Lebenslauf

Grundsätzlich müssen Hobbys im Lebenslauf nicht angegeben werden, jedoch empfiehlt es sich, da Hobbys für den Personaler wichtigen Aufschluss über die Persönlichkeit eines Bewerbers geben können.

Gibt der Bewerber dabei beispielsweise Sportarten an, so zeigt er, dass ihm körperliche Fitness wichtig ist und er gegebenenfalls auch seltener krank ist. Mannschaftssportarten zeigen zusätzlich noch, dass der Bewerber ein Teamplayer ist und ihm soziale Interaktionen wichtig sind.

 

 

 

Spielt ein Bewerber ein Musikinstrument oder zeichnet gerne in seiner Freizeit, wird dieser höchstwahrscheinlich als kreativer Mensch eingestuft.

Schnell wird klar, die richtigen Hobbys können im Lebenslauf dabei helfen, als passender Kandidat für die angestrebte Stelle zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen zu werden.

 

Allerdings gibt es auch Hobbys die nicht im Lebenslauf genannt werden sollten.

Welche Hobbys sollten lieber nicht genannt werden?

 

Hobbys die generell als gefährlich in der Gesellschaft angesehen werden wie beispielsweise Motorrad fahren, Fallschirm springen oder auch diverse Kampfsportarten sollten im Lebenslauf weggelassen werden. Diese lassen den Personaler einen häufigen oder auch endgültigen Arbeitsausfall befürchten und der Bewerber läuft Gefahr, schon vorzeitig aus dem Bewerbungsverfahren aussortiert zu werden.

Auch die Anzahl von Hobbys sollte gut durchdacht werden. Gibt ein Bewerber zu viele Hobbys an, erweckt das unter Umständen den Eindruck, dass die Arbeit aufgrund zu hoher privater Auslastung vernachlässigt wird.

 

Zwischen zwei und drei Hobbys sollten ausreichen, um dem Personaler zu vermitteln, dass man als Bewerber ein gesundes Privatleben lebt.

Mädchenfussball
Beim Malen
Sonnenuntergang Fallschirmspringen

3. Lücken im Lebenslauf

Was sind Lücken im Lebenslauf?

 

Von einer Lücke im Lebenslauf wird immer dann gesprochen, wenn kein Beschäftigungsverhältnis für einen Zeitraum von mindestens zwei Monaten bestanden hat. Dabei können die Gründe für diese Lücke sehr unterschiedlich sein. Nicht immer ist Arbeitslosigkeit der Grund für eine Lücke im Lebenslauf, das Pflegen eines nahen Angehörigen und die damit verbundene berufliche Auszeit kann ebenfalls zu einer Lücke im Lebenslauf führen. Möglicherweise wurde auch ein sogenanntes Sabbatjahr in Anspruch genommen, auch das kann zu einer Lücke im Lebenslauf führen.

 

Warum sind Lücken im Lebenslauf schlecht?

Grundsätzlich geht es nicht darum, dass Lücken im Lebenslauf schlecht sind, sondern darum, wie diese im Lebenslauf ausgeschmückt werden. Hat man beispielsweise einen Angehörigen über einen längeren Zeitraum gepflegt, dann sollte das auch so im Lebenslauf angegeben werden. Dabei muss nicht ins Detail gegangen werden, es reicht völlig aus anzugeben, dass man einen Angehörigen aufgrund einer Krankheit gepflegt hat. Bei einem Sabbatjahr sollte dies ebenfalls unbedingt im Lebenslauf angegeben werden, dabei kann man beispielsweise schreiben, dass das Sabbatjahr als berufliche Auszeit oder für eine Neufindung genutzt wurde.

Was machen, wenn die Lücke durch Arbeitslosigkeit entstanden ist?

Zeit zu Hause sollte nie ungenutzt bleiben. Heutzutage gibt es hunderte Möglichkeiten sich neues Wissen anzueignen. Sollte man für mehrere Monate Arbeitslos werden, bietet es sich an Fortbildungen, Weiterbildungen oder vielleicht sogar Umschulungen zu machen. Selbst ein Kurs an der Volkshochschule wäre denkbar, um die Zeit etwas sinnvoller zu nutzen und die Lücke im Lebenslauf auszuschmücken.

Fortsetzen

4.Unzureichende oder zu ausführliche Beschreibungen
im Lebenslauf

Im Lebenslauf sollte jede berufliche Station nicht nur angegeben, sondern auch beschrieben werden. Zeitraum der Beschäftigung, Ort und Name des Unternehmens sind selbstverständliche Angaben, die auf keinen Fall fehlen dürfen. Zusätzlich muss natürlich auch noch angegeben werden, um was für eine Stelle es sich handelt bzw. gehandelt hat. Dabei genügt es nicht nur die Stellenbezeichnung anzugeben, es ist auch wichtig zu zeigen, welche Aufgaben oder auch Erfolge die Stelle mit sich gebracht hat.

Wenn man beispielsweise eine Stelle als Strategischer Einkäufer inne hatte könnte das folgendermaßen aussehen:

01/2010 bis 12/2015       Musterfirma GmbH & Co. KG in Musterstadt

Strategischer Einkäufer für Rohstoffe für die Fertigung

  • Leitung des operativen Einkaufs mit rund 10 Mitarbeitern

  • Supply Chain Management

  • Sicherstellung des kosteneffizienten Einkaufs aller Rohstoffe

  • Vertragsabschlüsse mit Lieferanten weltweit

Hier kann der Personaler genau herauslesen, welche Aufgaben in der angegeben Position wahrgenommen wurden, natürlich sollte das dann auch mit dem ausgestellten Arbeitszeugnis übereinstimmen. Hier werden alle relevanten Inhalte der Stelle kurz und prägnant wiedergegeben und nicht zu weit ausgeholt.

 

Eine lange und ausschweifende Beschreibung der Tätigkeiten birgt zwei Risiken:

Zum einen wird der Lebenslauf immer weiter in die Länge gestreckt und irgendwann zu lang, wie bereits erwähnt sollte der Lebenslauf nicht länger als zwei Seiten sein.

Des Weiteren läuft der Bewerber Gefahr, dass der Personaler die Kerninformationen aus dem Lebenslauf nicht entnehmen kann und die Bewerbung auf dem Absagestapel landet.

Person Schreiben

5. Unübersichtlicher und nicht chronologischer Lebenslauf

Ein weiterer häufiger Fehler im Bezug zu Lebensläufen ist die unübersichtliche und auch nicht chronologische Reihenfolge der beruflichen Stationen.

 

Es gibt zwar kein Gesetz, welches festschreibt wie ein Lebenslauf auszusehen hat, jedoch gibt es ein paar ungeschriebene Gesetze.

Es gilt:

 

Die letzte berufliche Station, muss als erstes genannt werden und danach folgen in chronologischer (logischerweise rückwärts) Reihenfolge alle beruflichen Stationen die davor ausgeübt wurden.

 

Übersichtliche und chronologische Lebensläufe gibt es hier

Dabei sollte auf eine einheitliche und übersichtliche Darstellung der Berufe geachtet werden, um den Personaler nicht zu verwirren und ihm die Gelegenheit zu geben, die Unterlagen schnell und präzise sichten zu können.

Wie ein Lebenslauf aufgebaut werden muss, damit er für den Personaler übersichtlich ist und trotzdem alle relevanten Inhalte mit sich bringt siehst du hier.

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