Fehler im Anschreiben: Das sind die 5 häufigsten Fehler im Anschreiben

Wer mal versucht hat, ein Anschreiben selbstständig zu verfassen weiß, wie schwierig und langwierig sich das gestalten kann.

Dabei ist es eigentlich gar nicht so schwierig das perfekte Anschreiben zu verfassen. Wie bei vielen Projekten im Leben ist es der richtige Fahrplan der benötigt wird, um an das Ziel zu gelangen.

 

Im Bezug auf das Anschreiben ist es wichtig einen konkreten Aufbau parat zu haben und die gängigen Fehler zu vermeiden. Wie auch beim Schreiben des Lebenslaufs passieren häufig Fehler die vermieden werden können.

Einen Beitrag für die häufigsten Fehler beim Schreiben des Lebenslaufs könnt ihr hier anschauen.

Im Folgenden erfährst du nun, was die häufigsten fünf Fehler bei der Erstellung des Anschreibens sind:

Plan & Vision

1. Falsche Rechtschreibung und andere Formfehler

Häufig machen Bewerber den Fehler, dass im Bezug auf das Anschreiben zu wenig Zeit investiert wird. Das Ergebnis sieht dann folgendermaßen aus:

Zu viele Rechtschreibfehler, die beim Überfliegen des Textes nicht aufgefallen sind und diverse Formfehler wie z.B. die Nichteinhaltung von DIN 5008. Zugegeben, kein Bewerber wird direkt aussortiert, nur weil er ein oder zwei kleine Rechtschreibfehler hat, aber unterm Strich zählt das Gesamtergebnis und hier spielt jeder einzelne Fehler eine tragende Rolle. Deutlich wird das Ganze an einem Beispiel:

Man stellt sich vor, dass man eine Abschlussprüfung schreibt. Bei der ersten Aufgabe fehlen direkt zwei Punkte, weil die Aufgabe nicht deutlich gelesen wurde und somit nicht richtig beantwortet wurde. Im Laufe der Prüfung passieren dann immer wieder Flüchtigkeitsfehler und am Ende bekommt man dann eine 2- 3 obwohl man eigentlich alles gewusst hat.

Hier wird deutlich, dass viele kleine Fehler das Gesamtergebnis immens beeinflussen können und genau so ist es auch bei dem Verfassen eines Anschreibens. Ein oder zwei Rechtschreibfehler sind vielleicht nicht schlimm, aber in Zusammenhang mit ein paar anderen Ausrutschern, können diese ein falsches Bild vermitteln und somit zur Absage führen.

TIPP hierfür:

Am besten lässt man das Anschreiben von einer qualifizierten Person gegenlesen, vielleicht fällt dieser noch Verbesserungsbedarf auf.

Ein ebenfalls guter Tipp ist es, das Anschreiben am nächsten Tag noch einmal durchzulesen. Häufig liest sich ein Anschreiben anders, wenn man eine Nacht darüber geschlafen hat und es fallen eher Fehler auf, als abends um 23 Uhr am Computer.

betonte Mann

2. Lebenslauf wird wiederholt

Ein weiterer beliebter Fehler ist es, den Lebenslauf im Anschreiben zu wiederholen. Das Anschreiben dient dazu, den Lebenslauf gegebenenfalls mit Beispielen aus der Praxis zu untermauern und somit noch einmal individuell von sich zu überzeugen.

Als Bewerber sollte man diese Chance unbedingt wahrnehmen, da ein gutes Anschreiben einen nicht so guten Lebenslauf in ein besseres Licht rücken kann. Liest der Personaler im Anschreiben Informationen, die er sowieso im Lebenslauf nachlesen könnte, verschwendet er unnötig Zeit und der Bewerber hat die Chance vertan, sich im Anschreiben noch einmal selbst zu präsentieren und zu überzeugen.

Besprechung mit Chefin

3. Kein Bezug zum Unternehmen beziehungsweise nicht individuell verfasstes Anschreiben

Ein sehr häufiger Fehler ist die sogenannte Massenabfertigung bei Bewerbungen. Das Anschreiben wird einmalig verfasst und anschließend wird nur noch der Adressat und der Betreff abgeändert.

Ein tödlicher Fehler!

Personaler können im Anschreiben genau erkennen, ob es sich um ein individuell verfasstes Anschreiben handelt oder ob lediglich ein Anschreiben angefertigt wurde und dieses nun an alle möglichen Unternehmen gesendet wird.

TIPP hierfür:

Das Anschreiben immer individuell verfassen. Am besten die geforderten Soft- und Hardskills aus der Anzeige in das Anschreiben übernehmen und in eigenen Worten wiedergeben.

Da sich die wenigsten Bewerber die Mühe machen, die Stellenausschreibung so genau durchzulesen und sich so viel Zeit für eine Bewerbung zu nehmen, ist die Wahrscheinlichkeit zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen zu werden damit nochmal um ein Vielfaches gestiegen.

Geschäftstreffen

4. Das Anschreiben ist langweilig und
kein kohärenter Text

Man stellt sich vor, dass man seit 10 Jahren in der Personalabteilung arbeitet und jede Woche 50 – 100 Bewerbungen durchliest.

 

Täglich die gleichen Phrasen wie beispielsweise:

„Hiermit bewerbe ich mich auf…“

„Mit großem Interesse habe ich Ihre Stellenausschreibung von XY gelesen…“

„Schon immer wollte ich bei genau Ihnen arbeiten…“

Solche Phrasen liest der Personaler täglich bei der Sichtung von Bewerbungen. Man sollte beim Verfassen des Anschreibens kreativ aber trotzdem seriös wirken.

 

Man sollte die Neugier des Personalers wecken und versuchen ihn davon zu überzeugen, dass man der richtige Bewerber für die Stelle ist.

Der dafür geschriebene Text sollte in sich zusammenhängen und schlüssig sein. Ein nicht schlüssiger Text liest sich nicht gut und macht den Eindruck, dass das Anschreiben aus verschiedenen anderen Anschreiben zusammengewürfelt wurde.

Hier hilft nur eins:

Üben, üben und üben

Durch häufiges Schreiben von Bewerbungen kommt man in der Regel recht schnell dahinter, wie ein Anschreiben geschrieben werden muss, damit der Personaler beim Lesen nicht am Schreibtisch einschläft.

Bonus Tipp:

Man sollte generell pro Jahr immer ein bis zwei Bewerbungen schreiben um nicht aus der Übung zu kommen. Gleichzeitig kann man auf diese Weise auch immer wieder seinen eigenen Marktwert checken und hat bei einer ernsthaften Suche nicht mehr so einen hohen Druck.

Maschinenschreiben
Image by bruce mars

5. Das Anschreiben ist länger als eine Seite

Ein weiterer sehr häufig begangener Fehler im Bezug auf das Verfassen von Anschreiben ist der, dass das Anschreiben länger als eine Seite ist.

Ein Anschreiben soll noch einmal kurz und knackig wiedergeben, warum der Bewerber davon überzeugt ist, der richtige Kandidat für die Stelle zu sein. Ein zu langes Anschreiben sorgt für Verwirrungen und hält den Personaler davon ab, sich dem wichtigsten Teil der Bewerbung zu widmen - dem Lebenslauf.

TIPP hierfür:

Keine verschachtelten Sätze schreiben und belangloses im Anschreiben weglassen. Wie bereits oben erwähnt, auf keinen Fall den Lebenslauf wiederholen. Es bietet sich an die geforderten Hard- und Softskills aus der Stellenausschreibung in eigenen Worten wiederzugeben und die Eignung für die Stelle mit Beispielen aus der eigenen Arbeitspraxis zu untermauern.

Team gestaltet App

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